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Legasthenie

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Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)/Legasthenie

Genauso wie das Sprechen gehört auch das Lesen und Schreiben zu unserem Alltag – nicht nur in der Freizeit in Form von Straßenschildern, Produktbeschreibungen im Supermarkt, E-Mails, Zeitungen oder einem guten Buch.

Auch in der Arbeitswelt, wo häufig Informationen aufgeschrieben und gelesen werden müssen, sind grundlegende schriftsprachliche Fähigkeiten meist unerlässlich.

Doch der Erwerb der Schriftsprache ist ein komplexer Prozess, der bei vielen Kindern beeinträchtigt ist.

Bei einer solchen Beeinträchtigung spricht man von einer Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) oder Legasthenie. Sie führt zu Problemen beim Lesen und/oder Schreiben, welche die betroffenen Kinder ohne therapeutische Hilfe nicht überwinden können.

So kommt es beispielsweise beim Lesen zum häufigen Auslassen, Vertauschen oder Ersetzen von Lauten und zum „Erraten“ von Wörtern nach wenigen Buchstaben (so dass z.B. jene als jemand gelesen wird).

Zudem lesen die Kinder auch in höheren Klassen noch sehr langsam und stockend und verstehen oft nicht, was sie gelesen haben. Beim Schreiben werden ebenfalls häufig Buchstaben vertauscht, ersetzt oder ausgelassen.

Warum es zu einer Legasthenie kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Eine Minderung der Intelligenz kann jedoch als Ursache ausgeschlossen werden. Häufig haben oder hatten Legastheniker auch eine Sprachentwicklungsstörung, Schwierigkeiten bei der Verarbeitung schnell wechselnder gehörter oder gesehener Informationen oder bei der Merkfähigkeit, dies ist aber auch nicht immer der Fall.

Bei einer Legasthenie gibt es unterschiedliche Störungsschwerpunkte. So kann beispielsweise nur oder hauptsächlich das Lesen oder aber nur oder hauptsächlich das Schreiben beeinträchtigt sein. Beide Schwerpunkte werden in unserer Praxis behandelt:

Bei einer Lesestörung wird den Kindern beigebracht, Wörter nicht mehr mühsam Buchstabe für Buchstabe zu erarbeiten, sondern in Silben zu trennen und so zu lesen.

Diesen Schritt vom lautweisen zum silbischen Lesen vollziehen starke Leser gegen Ende der ersten Klasse mühelos und automatisch, Legasthenikern gelingt er jedoch nicht ohne Hilfe.

In unserer Praxis wird eine Regel zum Zerlegen geschriebener Wörter in Silben erarbeitet und die Anwendung dieser Regel intensiv an immer längeren und komplexeren Wörtern geübt, bis sie automatisch gelingt und die Kinder damit das effektivere silbische Lesen erworben haben.

Bei einer Rechtschreibstörung werden Schreibregeln und Eselsbrücken zur korrekten Schreibweise erarbeitet und intensiv geübt. Außerdem findet ein Training der Wahrnehmung, Erkennung und Unterscheidung von Lauten in Wörtern sowie der Hörmerkspanne statt (ähnlich der Therapie bei ZAVS).

Liegt jedoch vor allem eine Vertauschung von Buchstaben und eine Verwechslung ähnlicher Buchstaben vor, wird an der Wahrnehmung, Erkennung und Unterscheidung von Buchstaben sowie am Kurzzeitgedächtnis gearbeitet.

Da die Krankenkassen die Legasthenie leider nicht als verordnungsfähiges Krankheitsbild führen, kann die LRS-Therapie nur auf Selbstzahler-Basis stattfinden.

Quellen:
Ritter (2005). und empirische Überprüfung eines Lesetrainings auf Silbenbasis. zur Erlangung des Grades Dr. phil. eingereicht bei der Humanwissenschaftlichen Fakultät Potsdam.

Siegmüller & von der Heide (2006). Störungen des Lesens und Schreibens bei Kindern. In Siegmüller, Bartels (Hrsg.): Leitfaden Sprache Sprechen Stimme Schlucken. Elsevier.

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Letzte Aktualisierung: 11/10/14 21:27  © Patrick Heinrich 2006-2013 Alle Rechte vorbehalten

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